Gesundheits-Wanderung am 29.06.2019

 

Alles ist möglich! Bei dieser 3-stündigen Wanderung treffen Menschen zusammen, die sich gern in der Natur bewegen, die den Wert ihrer Gesundheit kennen und die ihren Körper, ihren Geist und ihre Seele erfrischen wollen.

 

Doch es wird nicht nur gewandert.

Es geschieht mehr.

 

Wir stärken und kräftigen unseren Körper durch einfache Kräftigungsübungen, die du leicht im Alltag umsetzen kannst. Unseren Geist schenken wir durch Achtsamkeitsübungen bewusst Beachtung und zeigen ihm neue Wege auf, um auch mitten im Stress entspannen zu können. Durch die Bewegung im Wald und einfache Übungen, die uns unsere Sinne, z.B. das Hören und das Sehen neu erleben lassen, erfrischen wir unsere Seele.

 

Achtsamkeit hilft uns zu unterscheiden, was uns gut tut und was uns schadet.

 

Möchtest Du Dich auch darauf einlassen? Willst Du bewusst neu anfangen?

Dann sei dabei!

 Nächste Gesundheits-Wanderung:

 

Samstag, 29.06.2019

10:00 - 13:00 Uhr

Strecke: ca. 8 km

max. 8 Teilnehmer

Treffpunkt: vor der Touristinformation Hohemark

 

Schwierigkeitsgrad: leicht-mittelschwer. Wir gehen auf ausgebauten Wanderwegen.

 

Hinweise: Bitte achte auf passende Kleidung, in der Du Dich gut bewegen kannst. Wähle wetterfeste Schuhe. Nimm ausreichend zu Trinken mit. Es ist keine Pause zum Essen geplant, aber Du kannst Dir für hinterher einen Snack mitbringen. Bring einen Rucksack statt Tasche mit, damit Du beide Hände frei haben kannst.

Kosten: 15€

Anmeldungen: bitte hier

 

Und weil Achtsamtkeit unser Thema auf jeder Gesundheitswanderung ist, hier auch gleich noch der Tip des Monats Juni und - neu - weiter unten meine Leseempfehlung ;-)

Tip des Monats Juni: Mit einer Tomate änderte sich alles.

 

25.05.2019 Ich sitze in der U6 in Frankfurt. Haltestelle Bockenheimer Landstraße. Es steigt ein Mann ein.

 

Das Ungewöhnliche an ihm war, dass er tatsächlich nur ein OP-Hemd trägt. Ja, ein OP-Hemd. An den Handgelenken hat er noch die typischen Bändchen für Patienten und in der Hand hält er einen Beutel vom Krankenhaus. Ich bin irritiert. Mir gehen einige Fragen durch den Kopf.

 

Vielleicht ist er ja aus der Psychiatrie abgehauen und gefährlich? „Hoffentlich setzt er sich nicht neben mich.“, denke ich weiter. Er setzt sich neben mich. Ich richte meinen Blick geradeaus, bin immer noch irritiert und sehe auf seine Socken, denn Schuhe hat er nicht an. „Ob er verrückt ist? … ob er gefährlich ist?“, das frage ich mich wieder und vermeide den Blickkontakt. Ich fühle mich unsicher, denn ich kann die Situation noch nicht einschätzen.

 

Aus den Augenwinkeln heraus beobachte ich ihn. Er sitzt entspannt – und holt dann sein Smartphone raus. Also, ein gefährlicher Mensch holt wohl kaum sein Smartphone raus, um die Nachrichten zu checken! Jetzt werde ich langsam neugierig. „Was ist mit dem Typen bloß los?“ Ich warte noch eine Weile, knabbere eine Tomate und überlege, wie ich rauskriege, was mit ihm los ist. Verrückt kann er wirklich nicht sein. Ohne noch lange weiter zu überlegen, biete ich ihm eine Tomate an.

 

Er nimmt sie an. Dann frage ich ihn: „Was ist Ihnen denn passiert?“ Er schaut mich auch direkt an und antwortet dann: „Ich bin bei der Party gestern abgestürzt und man hat mich ins Krankenhaus gebracht.“ Ich frage weiter: „Und warum sind Sie in einem OP-Hemd unterwegs, sind Sie aus dem Krankenhaus abgehauen?“ Antwort: „Nein. Aber meine Sachen sind im Beutel, sie sind, naja, vollgekotzt und das wollte ich niemandem antun, diesen Gestank.“ Ich reiche ihm noch eine Tomate. „Danke.“ An der Konstablerwache trennten sich unsere Wege, er musste weiter nach Wiesbaden.

 

Mein Kopfkino war also völlig falsch. Schritt für Schritt prüfte ich die Situation, um festzustellen, ob es wirklich einen Grund gibt, um sich bedroht oder unsicher zu fühlen. Ich bin sehr froh, dass ich ihn gefragt habe.

 

Achtsamkeit bedeutet auch, völlig im Hier und Jetzt zu sein und – einfach mal zu fragen und ein Angebot zu machen ;-)

 

 

 

Ich lese zur Zeit:

 

"Shinrin Yoku" von Yoshifumi Miyazaki.

 

Wer mehr über die Heilsamkeit des Waldes wissen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Auch wenn wir es ja intuitiv wissen, dass der Wald jedem gut tun kann, Herr Miyazaki, ist Waldtherapieforscher und Professor an der Universität Chiba/Japan und forscht seit mehr als 15 Jahren dazu.

 

Es freute mich sehr zu lesen, dass Frankfurt, neben Vancouver, Saramento, Genf, Amsterdam und Seattle zu den Städten gehört, die mehr als 20 Prozent Grünfläche haben. Singapur hat sogar fast 30 Prozent an bewaldeten Grünflächen!

 

Es lohnt, mit diesem Buch die Zeit zu verbringen ;-)